Flora

Auf Grund der großen Ausdehnung des patagonischen Gebiets ergibt sich eine vielfältige Flora. Im Westen, entlang der Küste, streckt sich die Gebirgskette der Anden und im Osten die Pampas (die Steppen Patagoniens). Im Gebirge, wie auf den vielen Fjorden im Pazifik, gibt es üppige Wälder, die hauptsächlich aus Scheinbuchengewächsen (Nothofagus) und Zypressen bestehen. Manche Bäume, wie die Lenga (Nothofagus pumilio), erreichen eine Höhe von über 40m, während andere relativ klein und in der Windrichtung gebeugt sind. Viele Berberitze und die „Mata verde“ (Chiliotrichum diffusum) sind einige der häufigen Sträucher dieser Zone. Kleingewächse wie Orchideen, Pantoffelblumen und Moose bilden schöne, bunte Teppiche in Bodennähe.

Die Pantoffelblumen sind von Mexiko bis Feuerland verbreitet. Der Name Calceolaria leitet sich aus dem lateinischen Wort calceolarius für Schuhmacher ab.

Chloraea magellanica ist eine der schönsten Orchideen der Welt, die fast unscheinbar in Patagonien wächst.

Die Wildkräuter Magellans sind schön bunt. Die meisten von ihnen sind sehr klein, wahrscheinlich wegen der starken Winde. Im Frühling und Sommer kann man, gerade dort wo keine Vieh- oder Landwirtschaft betrieben wird, Blüte, die wie Mosaike auf dem Boden liegen, in allen erdenklichen Farben sehen.

Von diesen schönen Pflanzen gibt es in Chile 49 Arten in 7 Gattungen. Vier davon sind nur im chilenischen Patagonien zu finden.