Coleoptera – Käfer

Die Familie der Bockkäfer umfasst mehr als 26.000 Arten, davon gibt es ca. 200 Spezies in Mitteleuropa. Ein Vertreter dieser Familie in Brasilien erreicht eine Körperlänge von 17cm (ohne Fühler). Es gibt sie in allen möglichen Größen und Farben, wobei ein wichtiges Merkmal sind ihre Fühler, die, meistens, ca. zwei Drittel der Körperlänge ausmachen und in manchen Fällen deutlich länger sind.

Rüsselkäfer sind weltweit mit 40.000 bis 60.000 Arten vertreten. Sie machen ungefähr 15% aller Käfer aus. Einige Arten davon verursachen große Schäden in der Landwirtschaft.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist der größte Käfer Europas. Die Männchen können bis zu 7cm und die Weibchen bis zu 4cm groß werden. Der Oberkiefer des Männchens sieht wie ein Geweih aus und daher der Name dieser Art. Leider ist der Hirschkäfer stark gefährdet, hauptsächlich deshalb, weil es kaum oder keine Lebensräume mehr für ihn gibt. Interessant ist, dass der Käfer nur einige Wochen lang lebt, aber als Larve kann es bis zu 8 Jahre in einem verfaulten Baum leben.

Der Marienkäfer gehört zu einer artenreichen Familie mit mehr als 4.500 Spezies. Sie sind recht klein, ihre Körperlänge beträgt nur 0,1 bis 1,2 Zentimeter. Meistens haben sie auf den Deckflügeln 2 bis 24 Punkte. Sie leben auf der gesamten Welt und sind für die Landwirtschaft sehr nützlich, da die meisten von ihnen sich von Läusen ernähren.

Der „Pololo“ (Astylus trifasciatus) ist eine endemische Käfer-Art aus Chile. Der Name kommt aus dem Mapudungun (die Sprache der Araukaner oder Mapuches) und bedeutet: flattern wie eine Fliege. In Chile verwendet man die Bezeichnung „Pololo/a“ für Freund oder Freundin in einer Beziehung.

Dieser Mistkäfer (Taurocerastes patagonicus) ernährt sich vom Dung pflanzenfressender Säugetiere. Sie graben unterirdische Höhlen, wo sie Vorräte für den Nachwuchs anlegen. Nur das Männchen trägt Hörner wie ein Stier.