Libellulidae – Segellibellen

Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) wird auf Grund der Farbe des Männchens so genannt. Es ist feuerrot am gesamten Körper, nur das Augenhinterteil weist eine blaue Färbung auf. Die Crocothemis erythraea kann mit anderen Gattungen der Segellibellen verwechselt werden, allerdings das Fehlen jegliche schwarz auf den Beinen ist ein sehr guter Unterscheidungsmerkmal, aber auch die rote Farbe in den Flügeladern. Diese Libelle wandert von Afrika nach Süd- und Mitteleuropa, wo sie bis in den 1990er Jahren nicht vorkam. Wahrscheinlich ist ihr Erscheinen in Europa eine Folge des Klimawandels.

Mit 32 bis 39 Millimetern ist die Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis) die Größte ihrer Gattung. Das Männchen ist unverwechselbar, denn er einen gelben Fleck auf dem siebten Segment trägt. Die Libelle ist in Deutschland sehr stark gefährdet und in Österreich vom Aussterben bedroht. Das Weibchen ist, aus der Ferne, leicht mit dem weiblichen Blaupfeil zu verwechseln.

Die Libellula depressa ist in Europa eine ziemlich häufige Libelle. Das Männchen verteidigt sein Revier ständig und ist sehr aggressiv. Beide Geschlechter pflegen ihren Geburtsort bald nach dem Schlupf zu verlassen und fliegen viele Kilometer weit davon. Durch ihren flachen Bauch ist sie unverwechselbar leicht zu erkennen. Mit zunehmenden Alter wird das Männchen blauer und die gelben Flecken auf den Seiten werden weniger.

Der Spitzenfleck (Libellulla fulva) ist relativ leicht zu bestimmen, denn sie hat an den Flügelspitzen jeweils einen aschgrauen Fleck. Die Weibchen haben zusätzlich einen schwarzen Dorsalstreifen. Nicht selten wird das Spitzenfleck-Männchen mit einem Plattbauch oder Blaupfeil verwechselt. Noch ein wichtiges Merkmal der Männchen ist ihre schwarze Stirn.

Die Libellula quadrimaculata ist relativ leicht zu erkennen, denn sie auf dem Nodus aller Flügel einen dunklen, meistens schwarzen, Fleck hat (daher Vierfleck!). Aus der Ferne ist sie nicht sehr auffällig, denn sie ist grau, eher braun gefärbt. Auf dem ersten Blick kann man sie mit dem Weibchen von Plattbauch verwechseln. Es ist eine Herausforderung für das menschliche Auge diese Libelle im Flug zu verfolgen, sie rast durch die Luft zu enormen Geschwindigkeiten.

Der Südliche Blaupfeil (Orthetrum brunneum), wie alle anderen Blaupfeile auch, gehört zur Familie der Segellibellen. Dieser Blaupfeil ist im Osten Österreichs relativ selten. Diese Libelle ist leicht mit dem Kleinen Blaupfeil zu verwechseln. Es gibt ein klares Unterscheidungsmerkmal und das ist am vorderen Flügel zu finden: Zwischen dem Radiussektor (IR3) und der Radialsupplementader (Rspl) hat der Südliche Blaupfeil meist eine doppelte Zellreihe (s. K. Dijkstra).

Orthetrum cancellatum ist die größte Libelle der Blaupfeilen-Gattung, daher auch ihr deutscher Name. Direkt nach dem Schlupf sind beide Geschlechter gelb mit einem schwarzen Muster gefärbt. Im Laufe der Zeit werden die Weibchen bräunlich und die Männchen bekommen einen braunen Thorax und blauen Hinterleib mit einem schwarzen Ende. Sie sonnen sich gerne auf Sand- und Schotterwegen. Sie sind leicht mit dem Plattbauch (Libellula depressa) und mit dem Spitzenfleck (Libellula fulva) zu verwechseln.

Der Gelbader-Blaupfeil hat als typisches Merkmal eine goldene Färbung auf dem Flügelvorderrand (Ader). Die Art soll endemisch aus dem Mittelmeerraum sein und ihre Verbreitung auf Nordafrika, Süditalien und auf Teilen der iberischen Halbinsel eingeschränkt (sic). Nun alle hier Orthetrum nitidinerve gezeigten Bilder sind in Kroatien aufgenommen worden.

Die Sympetrum pedemontanum gehört zur Familie der Libellulidae (Segellibellen). Diese zierliche Art ist in Mitteleuropa sehr stark gefährdet. Sie ist sehr einfach zu erkennen, denn sie ist die einzige Art ihrer Gattung mit gebänderten Flügeln.

Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) ist eine sehr häufige Libelle, die im europäischen Sommer überall anzutreffen ist. Ihre Hauptmerkmale sind die schwarzen Beine und der rote Kopf des Männchens. Sie kann auch im November gesehen werden, somit ist sie eine der letzten Libellen eines Jahres.

Die Große Heidelibelle verdankt ihren Namen der Tatsache, dass in Deutschland sie die größte unter den Heidelibellen ist und in Wirklichkeit ist sie recht klein. Sie wird maximal 44mm groß! Sie ist sehr leicht mit der Gemeinen Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) zu verwechseln. Der Hauptunterschied ist die schwarze Färbung auf der Stirn, die bei der Gemeinen Heidelibelle bis zur Hälfte des Augenrandes verläuft und bei der Großen Heidelibelle nicht. Da ihre Beine schwarz gelb gestreift sind kann man sie mit der Sympetrum sanguineum nicht verwechseln.

Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) ist in Österreich sehr häufig. Sie unterscheidet sich kaum von der Großen Heidelibelle, allerdings gibt es ein sicheres Unterscheidungsmerkmal: Auf der Stirn verläuft seitlich bei der Gemeinen Heidelibelle einen schwarzen Streifen bis zu Mitte des Auges hin. Die Männchen sind rot gefärbt, während die Weibchen gelb-braun und etwas stärker sind. Sie fliegen von Juli bis November, manchmal auch noch bis Anfang Dezember.