Neben der Westlichen Weidenjungfer ist die Lestes sponsa, alias Gemeine Binsenjungfer, in Ostösterreich eine der zwei am häufigsten vertretenen Teichjungfern. Wegen der blauen Bereifung bei den Männchen ist es relativ leicht diese Art zu erkennen, aber sie kann mit Lestes dryas verwechselt werden. Nämlich die Ausdehnung der grünen Farbe auf dem Pronotum und auf S2 bei den Männchen machen den Unterschied aus, aber oft geht es nur mit einer Untersuchung in der Hand. Die Weibchen sind etwas brauner als grün.

Die Kleine Binsenjungfer (Lestes virens) ist leicht mit dem Weibchen von Lestes sponsa zu verwechseln, aber sichere Unterscheidungsmerkmale sind der weiße Rand des Pterostigmas und der gelbe Hintekopf. Auch die Färbung auf der Thorax-Seite ist Artentypisch. Die Bereifung der Männchen beschränkt sich auf S9-10.

Die Westliche Weidenjungfer (Lestes viridis) ist relativ klein, ihre Körperlänge beträgt zwischen 39-48mm. Die Anhänge der Männchen sind hell und das Pterostigma ist groß und gelb, meistens etwas heller in der Mitte. Auf der Thoraxseite hat eine auffällige spornartige Zeichnung. Diese Kleinlibelle ist einer der zwei einzigen Arten in Europa, die ihre Eier in lebendes Holz ablegt, vor allem in, übers Wasser hängenden, Zweigen.

Die Winterlibelle (Sympecma fusca) ist die einzige Libellenart Europas, die überwintert. Wer würde es von diesem kleinen Tier erwarten? Und eine weitere Eigenschaft hat sie noch: Sie ist die einzige, die die Flügel am Körper zusammenlegt. Wahrscheinlich schützt sie so, im Winter, ihren Körper vor der Kälte.